Vita

Dennis Harms - Architekt Leichlingen

1978 – geboren in Nienburg an der Weser, im Herzen der norddeutschen Tiefebene Niedersachsens.

1995 – nach dem Abschluss der Realschule, Beginn der Ausbildung zum Tischler, woraufhin drei Jahre zwischen Spänen und Schleifstaub folgten. Wie sich später herausstellen soll, wird dieser wunderbare Beruf, mit seinen natürlichen Materialien, prägender für alle weiteren Schritte in meinem Leben sein, als gedacht… [Abschluss mit der Gesellenprüfung als Tischler]

2001 – die Ausbildung wurde erfolgreich abgeschlossen, der Zivildienst abgeleistet und die ersten Jahre als Tischlergeselle mit Freude absolviert. – Jetzt darf es weitergehen! Das Abi wird nachgeholt und dann wird studiert!

2008 – Geschafft! Nachdem die ersten beiden Studiensemester im fernen Flensburg, im Bereich der Medieninformatik doch nicht so passend waren, ist das Diplom als Architekt endlich in der Tasche. Das Studium, anfangs an der FH Kiel und später an der FH Köln, war natürlich geprägt von vielen Entwürfen für Holzgebäude (was auch sonst… als Tischler!). Dazu kam eine neue Leidenschaft, das für mich damals neue Baumaterial Lehm wurden kräftig untersucht und in immer wieder neuen Techniken ausprobiert – Die Sinnhaftigkeit Holz und Lehm zu Kombinieren ließ mich einfach nicht los! – Nebenbei wurde auch schon fleißig Beruferfahrung in der Planung von Passivhäusern gesammelt und nun durften die ersten „richtigen“ Jobs als Architekt folgen. [FH-Köln – Dipl.-Ing. Architekt]

2010   Bei den ersten Anstellungen als Architekt wurde mir immer klarer, dass die Grundlagen der Bauphysik, welche zum Architekturstudium gehören für mich nicht ausreichend waren, um die komplexen Vorgänge von Wärme und Feuchtigkeit in Gebäuden zu verstehen. Also wurden die fachkundigen Kollegen an der Universität Weimar verpflichtet mich zu erleuchten… nebenberuflich begann ich das Studium der Bauphysik. [ Universität Weimar – Sachverständiger für Wärme, Feuchte und Energie an Gebäuden] – Aber viel wichtiger als all das: Der erste Nachwuchs wird geboren und versüßt seit dem den Alltag!

2011   Das Thema Passivhaus und energieeffizientes Bauen lässt einen einfach nicht los… Daher folgte nun die Ausbildung mit Zertifizierung zum Passivhausplaner. [Passivhausinstitut Darmstadt – Zertifizierter Passivhausplaner] – All diese Bauphysik-Fähigkeiten führen dazu, dass sich die Laufbahn als Architekt erstmal auf Abwege begab…

2014.  Beruflich waren jetzt erstmal die Ingenieursdisziplinenen dran! Als Mitarbeiter in einem großen überregional tätigen Ingenieurbüro für Bauphysik wurden alle Aspekte zu den Themen Wärmeschutz, Schallschutz, Energiebilanzierung, Lichtkalkulationen, Wärmebrücken, Nachweisstellung, etc. vertieft. Großprojekte im Bereich Wohnen und Industriebau  sollten diese Jahre mit Ihren Eigenheiten prägen aber insbesondere auch der eigene Hausbau! Eine Sanierung eines alten Fachwerkhauses wird „nebenbei“ und vor allem, alles mit eigenen Händen umgesetzt. Zielstellung: Eine Heimat schaffen und alles so ökologisch und gesund wie es geht… – aber schon wieder passiert etwas viel wichtigeres… Unser zweites Kind kommt zur Welt und macht ab jetzt alles noch viel bunter und lebendiger! – Da weiß man doch plötzlich wieder wofür man sich so anstrengt!

2016. Die letzten Jahre waren eine wunderbare Erfahrung mit Familie, Hausbau und Bauphysik. Was jedoch nun immer stärker drängt, ist der tiefe Wunsch das ökologische Bauen, was leider in der breiten Masse noch viel zu vielen Vorurteilen ausgesetzt ist, zu fördern und auszubauen. Die ersten kleinen eigenen Projekte stehen an und der Entschluss zu dem eigenen Planungsbüro für ökologisches Bauen wird umgesetzt. h.ar.ms ar.chitektur wird geboren und steht seit dem für …konsequent ökologisches Bauen!

2017   Die ersten Projekte wurden erfolgreich umgesetzt, neue Verbindungen entstehen und die Förderung des ökologischen Bauens steht nach wie vor im Mittelpunkt. Daraus resultiert der logische Schluss sich auch in entsprechenden Verbänden einzubringen um vernünftige Grundlagen für zukünftige Bemühungen im ökologischen Bauen vorzubereiten und auszuarbeiten. Eine bessere und ökologischere  Bauweise als das Bauen mit Stroh und Lehm ist – nach meiner persönlichen Meinung – bisher noch nicht entwickelt worden. – Der erste Verband zur Förderung dieser Art des Bauens ist in Deutschland der Fachverband Strohballenbau e.V.. Seit Ende 2017 darf ich als Vorstandmitglied direkt an den Belangen des Bauens mit Stroh mitwirken und bin sehr dankbar dafür!